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Rheumatische Entzündungen sind häufig chronische Erkrankungen, die nicht nur die Gelenke betreffen (z.B. chronische Polyarthritis, Psoriasisarthritis), sondern auch zu entzündlichen Schäden innerer Organe (z.B. Lupus erythematodes) oder von Gefäßen (Vaskulitis) führen können. Typische Folgen dieser Entzündungen können bei unbehandelter Erkrankung bleibende Gelenkschäden oder Störungen innerer Organe sein.
Die genaue Ursache der meist chronisch verlaufenden rheumatischen Entzündungen ist nur in wenigen Fällen bekannt. Daher ist eine ursächliche, auf eine vollständige Heilung zielende Behandlung meist nicht möglich. Als Basismedikamente wird eine Gruppe von Wirkstoffen bezeichnet, die in der Lage ist, rheumatische Entzündungen effektiv zu unterdrücken und damit möglichen Schäden von Gelenken oder Organen entgegen zu wirken.
Zu den Basismedikamenten gehören die Wirkstoffe Methotrexat, Leflunomid, Sulfasalazine, die sogenannten "Anti-Malaria-Mittel" (Chloroquin, Hydroxychloroquin), Azathioprin, Ciclosporin und die heute nur noch selten eingesetzten Wirkstoffe Gold und D-Penicillamin.
Gemeinsam ist diesen Medikamenten, dass ihre entzündungshemmende Wirkung oft erst mit einer Verzögerung von mehreren Wochen auftritt und nur so lange anhält, wie diese Medikamente gegeben werden.
Zu einer sicheren Anwendung von Basismedikamenten gehört, dass man als betroffener Patient über mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt ist. Falls Symptome auftreten, die Ausdruck von unerwünschten Wirkungen eines Basismedikamentes sind, können diese früher erkannt werden und dadurch bleibende Schäden verhindert werden. Diesem Ziel dienen auch regelmäßige ärztliche Kontrollen.
Sie finden hier Informationen über die Wirkung, Anwendung und mögliche Nebenwirkungen von Basismedikamenten. Sie sollen Betroffenen helfen, die medikamentöse Behandlung ihrer rheumatischen Erkrankung besser zu verstehen und zu beherrschen. Diese Informationen beanspruchen keine Vollständigkeit und sollen auch kein ärztliches Aufklärungsgespräch ersetzen. Sie können aber als Begleitung oder Vorbereitung einer solchen Aufklärung hilfreich sein.
| Die Erkenntnisse der Medizin unterliegen einem ständigen Wandel durch Forschung und klinische Erfahrung. Bei der Erstellung dieser Information wurde große Sorgfalt darauf verwendet, dass die gemachten Aussagen dem derzeitigen Wissensstand entsprechen. Sie können eine Aufklärung durch den Arzt aber nicht ersetzen, ebenso wenig sind sie als Ersatz für die Medikamenten beiliegende Informationen (Beipackzettel) gedacht. |